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Foto: Stadt Dreieich

„Ich male alles, was mich bewegt und interessiert“, sagt Valentyna Osyshna. Und das sieht man beim Betrachten ihrer Kunstwerke sofort. 28 Gemälde der ukrainischen Künstlerin, die sie seit ihrer Ankunft in Dreieich gemalt hat, werden im Rahmen der interkulturellen Wochen im September im Stadtteilzentrum Hirschsprung-Breitensee (Hegelstraße 101) ausgestellt. Bei der Vernissage am Dienstag, 6. September konnten sich die Gäste bereits von den Fähigkeiten der Ukrainerin überzeugen.

Valentyna Osyshna wurde in Kiew geboren. Malen ist seit der frühen Kindheit ihre Leidenschaft. Bereits mit fünf Jahren hat sie selbstbewusst erklärt, eine Künstlerin werden zu wollen. Als junge Frau hat sie jedoch zunächst die Fakultät der Architektur an der Hochschule für Bauingenieurwesen (jetzt die Kiewer Nationale Universität für Bauwesen und Architektur) absolviert. Nach dem Studienabschluss hat Valentyna Osyshna einen dreijährigen Petrykiwka-Malereikurs bei der ukrainischen Künstlerin P. Gluschchenko belegt. Dieser Kurs hat sie zu ihrem eigenen Genre der Malerei inspiriert.

Valentyna Osyshna recherchiert ukrainische Volksbräuche, Trachten, Lieder und malt ukrainische Volksmotive, ländliche und städtische Landschaften ebenso wie realistische Motive. „Ich bin beeindruckt, wie detailgetreu die Bilder gemalt sind“, ist Irina Dusek, Besucherin der Vernissage, fasziniert: „Und alle Bilder sprühen vor Lebensbejahung, sie sind bunt und fröhlich und das, obwohl die Vermutung naheliegt, dass der Krieg in der Ukraine die Künstlerin eher zum Malen von tristen Bildern bewegen könnte.“

Die Arbeiten von Valentyna Osyshna wurden in den vergangenen Jahren in mehr als 35 Ausstellungen gezeigt, sowohl in der Ukraine als auch im Ausland. Ihre Bilder haben Platz in Museen und privaten Sammlungen in vielen Ländern (USA, Frankreich, Spanien, Deutschland, Lettland, Polen, Niederlanden, Großbritannien, Italien, China) gefunden. In Bonn wurden ihre Bilder ebenso ausgestellt wie in einer gemeinsamen Ausstellung mit anderen ukrainischen Künstlern in München. 1990 wurde ihr der Titel eines „Meisters der Volkskunst“ und eines „Mitglieds der Nationalen Vereinigung der Künstler der Ukraine“ verliehen.

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