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Foto: Stadt Offenbach

Leder – einer der ältesten Werkstoffe der Menschheit – wird bis heute zur Herstellung von Alltags- und Luxusobjekten genutzt. Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach am Main hat mit seiner Fokussierung auf Leder und artverwandte Materialien weltweit ein Alleinstellungsmerkmal in der Museumswelt: Über 30.000 Objekte zeugen von der jahrtausendealten globalen Verwendung und der vielfältigen kulturhistorischen Bedeutung des Werkstoffs Leder von der Urzeit des Menschen bis in die Gegenwart. Die Sammlung umfasst eine Bandbreite an Alltags- und Luxusgegenständen aus den Bereichen Kunsthandwerk, Design und Mode. Bestände alternativer Materialien werden in den letzten Jahren gezielt um vegane und recycelbare Stoffe erweitert.

Welche außergewöhnlichen Schätze seit 1917 gesammelt werden, veranschaulicht die Präsentation zum 100-jährigen Jubiläum des Deutschen Ledermuseums LEDER.WELT.GESCHICHTE. Über 130 Objekte aus verschiedenen Epochen und Kulturen erzählen in vier Themengruppen – Die Lederstadt Offenbach am Main, Mit Leder leben, Leder macht Geschichte und Leder öffnet Welten – und im Dialog miteinander über die historische und künstlerische Bedeutung von Leder und machen auf Verbindendes sowie Widersprüchliches aufmerksam. So trifft etwa Johann Wolfgang von Goethes (1749–1832) Zylinderhutschachtel, mit der er in seinen letzten Lebensjahren reiste, auf die Hausschuhe von Ulrike von Levetzow (1804–1899), Goethes letzter unerfüllter Liebe.

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